Einfacher Mürbeteig für ein duftendes Knusperhäuschen
Es muss nicht immer ein Pfefferkuchenhaus werden - wenn die Gewürze nicht zum Thema oder zur Dekoration passen, kommen auch Bauplatten aus einem einfachen süßen Mürbeteig in Frage.
Zutaten für ein mittelkleines Haus mit Bodenplatte:250 g Butter
750 g Zucker
1 kg Mehl
4 Eier
2 Päckchen Vanillinzucker
1/2 TL feines Salz
Auf einem großen Holzbrett alle Zutaten außer dem Mehl miteinander vermengen, die Butter dafür klein hacken. Wenn alles miteinander verknetet ist, zügig das gesamte Mehl unterkneten, bis ein geschmeidiger Klumpen Teig entsteht.
Wer faul ist wie ich, lässt den ersten Teil der Arbeit durch die Küchenmaschine erledigen:

Doch sobald der Knethaken nur noch Knödelchen formt, hilft alles nichts und man muss beherzt zupacken und den Teig selbst zusammenknödeln.

Finger einmehlen nicht vergessen! Nur falls man einen zu bröseligen Brocken hat, vorsichtig noch ein wenig Wasser zugeben - aber so wenig wie möglich. Durchhalten!

Am Ende gewinnen die Knetfinger, auch wenn es sich anfangs anders anfühlt. Teigbatzen in Frischhaltefolie einschlagen, ab in den Kühlschrank - für mindestens 24 Stunden. Zwei Tage sind besser, länger tut auch nicht weh.
Nach dem Ruhen hat man einen schön kompakten Teigklumpen. Würde man nur Plätzchen backen, könnte man nun eine Scheibe schneiden und flach ausrollen, um sie auszustechen.

Für die Platten von einem Lebkuchenhaus sollte man allerdings vor dem Backen nochmals durchgekneten, damit sie keine Lufteinschlüsse haben und keine Beulen werfen.
Zuerst die Hausteile backen, um sicher zu gehen, dass für diese auf jeden Fall genug Teig da ist! Aus dem Rest kann man Plätzchen (Tannenbäume!) zum Dekorieren ausstechen oder eine schöne Bodenplatte für das Haus formen - die muss ja nicht eckig sein, viel netter sieht ein »Rasenfleck« oder »Fussballfeld« mit abgerundeten Ecken aus. Daran denken, dass auch diese Bodenplatte später eine feste Unterlage braucht, zum Beispiel ein Schneidbrett oder festen Karton in passender Größe.

Der Teig wird jeweils 5-6mm dick ausgewalzt, um die Bauteile ausstechen zu können. Auf Dauerbackfolie oder Backpapier ca. 20 Minuten bei vorgeheizten ca. 170 Grad backen und darauf achten, dass der Teig nicht zu dunkel wird und nicht zu hell bleibt - etwas dunkler als goldgelb sollte er sein, etwa so:

Ist das Knusperhäuschen aus Mürbeteig für den baldigen Verzehr bestimmt, kann es mit einer Mischung aus Eigelb mit Milch und etwas Salz (gründlich verquirlt) bestrichen werden vor dem Backen, dann glänzt es schön und sieht mehr nach »echtem« Gebäck aus.
An der Luft trocknen lassen - dieses Rezept sorgt für knochentrockene und gut zu verarbeitende Teigplatten. Der Teig geht etwas auf, ohne jedoch die Form oder die Schnittkanten zu verlieren, man kann problemlos ein stabiles Häuschen damit zusammensetzen.
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Das Knusperhäuschen aus Mürbeteig ist kein Rezept für Weihnachten, sondern eignet sich für die unterschiedlichsten Anlässe zur Dekoration und als Mitbringel: Statt »Brot und Salz« zur Einweihungsparty, als nette Beigabe zu einem Geldgeschenk, als kleines Geschenk mit zum Thema einer Veranstaltung passender Deko oder ganz einfach zur Tischdekoration.
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Kommentare:
Ich hab mir mal die Freiheit genommen, Dein Rezept zu verlinken.
Ich hoffe, das geht okay?! Wenn nicht, sag mir bitte Bescheid!
Gruß, Sabo
http://sabo-tage-buch.blogspot.com/2010/12/ein-eigenes-haus.html
sabo am 05. Dezember 2010
Wie klebt man die Teile denn dann zusammen?
Antwort: Mit einer Mischung aus Puderzucker, Zitronensäure und Eiweiß: Ein Eiweiß auf ein Paket Puderzucker mit einem Tütchen Zitronensäure. Erst Eischnee schlagen, dann den Puderzucker unterrühren, dann die Zitrone. In einen Spritzbeutel füllen oder in einen Gefrierbeutel mit abgeschnittener Spitze.
3105 am 08. Dezember 2010
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