Lebkuchen nach Traditionsrezept für vorausplanende BäckerInnen

Wer Mitte Dezember ein Lebkuchenhäuschen nach diesem klassischen Lebkuchenrezept backen möchte, sollte sich jetzt also schon beeilen und den Teig ansetzen, um ein »geschmeidiges« Ergebnis zu erhalten.

Diese Portion reicht für ein mittelgroßes Lebkuchenhaus mit Bodenplatte und eine Tanne oder ein Lebkuchenmännchen und ein paar Sternchen zur Dekoration:

1.000 g Mehl
250 g Butter (1 Päckchen)
500 g guter Bienenhonig
500 g brauner Zucker
2 TL gemahlener Ingwer
2 TL fein gemahlener Zimt
1 TL gemahlene Nelken
1 TL Kardamom
2 gehäufte TL Pottasche
4 gehäufte TL "echter" Kakao
2 TL Hirschhornsalz
Zitronenschale von 2-3 Bio-Zitronen, gerieben
5 Eier
50 ml Rum oder gutes Kirschwasser
(oder Milch, wenn die Lebkuchen für Kinder sind)

Kakao, Pottasche und Hirschhornsalz mit dem Mehl vermengen. Zucker und Gewürze ebenfalls gründlich miteinander vermischen.

Den Honig und die Butter auf mittlerer Temperatur erwärmen, bis das Fett völlig geschmolzen ist und dann die Zuckermischung unterrühren, dabei weiter erhitzen und alles vorsichtig vermengen. Die geriebene Zitrone dazugeben und dann nach und zu der Mischung aus Kakao und Mehl geben und gut verkneten. Die Eier leicht verquirlen und ebenfalls untermischen, abschließend Rum oder Milch hinzugiessen.

Achtung: Der Teig muss zügig verarbeitet werden, sonst wird er zu einem Gummiball, der sich kaum noch kneten lässt. Die Zutaten werden so lange vermengt und miteinander verarbeitet, bis ein geschmeidiger Teigklumpen entsteht - ggf. muss mit etwas Milch oder Mehl ausgesteuert werden, wenn der Lebkuchenteig noch zu trocken oder zu matschig ist.

Einen Teigballen formen und kühl lagern. Der Teig muss ruhen - je länger, desto besser, zum Beispiel sechs bis acht Wochen in einer Porzellanschüssel mit Deckel auf dem Balkon oder im Keller. Auch die ganz Ungeduldigen sollten aber mindestens 48 Stunden warten vor dem Backen.

*

Dieser Teig eignet sich für die Herstellung von Weihnachtsbaumschmuck, Lebkuchenmännchen, Lebkuchenhäuschen und natürlich auch einfach für Lebkuchen, die »nur« gegessen werden.

Lebkuchenhaus backen:

Der Lebkuchenteig wird ca. 1cm dick ausgerollt, ausgestochen und die Lebkuchenteile dann ca. 20-25 Minuten bei 170-180 Grad gebacken - nicht zu dunkel werden lassen! Nach dem Backen auf einem Rost auskühlen lassen, und zwar mit der »schönen« Seite nach unten, damit die Platten sich nicht verbiegen.

Besonders fein und weich schmecken die fertigen Lebkuchen, wenn sie danach noch zwei bis vier Wochen in einer Blechdose nachreifen dürfen, so ein Lebkuchenhaus funktioniert allerdings besser, wenn die Platten ein bisschen hart werden durften.

Für die ganz Eiligen: Man kann die Gewürze auch durch zwei Tütchen »fertiges« Lebkuchengewürz ersetzen - nicht aber die Pottasche durch Backpulver oder Natron bitte, sonst wird nicht nur der Geschmack verfälscht, der Lebkuchenteig verdirbt auch schneller.



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