Einträge mit dem Schlagwort: Traditionsrezept


Rezept: Schokoladiger Lebkuchen für Lebkuchenhaus

Freitag, 31. Oktober 2008
Die Portion ist groß - sie reicht für ein Lebkuchenhaus mit Bodenplatte und weitere Lebkuchen zur Dekoration - zum Beispiel einen kleinen Zaun aus kleinen Tannen oder Lebkuchenmännchen. Wer keine Bodenplatte backen möchte, kann mit zwei bis drei Blechen Plätzchen zusätzlich rechnen.

Lebkuchenmännchen

Zutaten:

1.000 g Mehl
500 g Honig
500 g Zucker
100 g Butter
3 Eier
6 EL dunkles (entöltes) Kakaopulver
2 TL Zimt
1 Tütchen Lebkuchengewürz
1-2 Messerspitzen gemahlener Muskat
1/2 TL Salz
2 TL Pottasche
50 ml Wasser

Zubereitung:

Zucker, Butter und Honig in einem Kochtopf erwärmen, bis sich der Honig und die Butter mit aufgelöst haben. Etwas abkühlen lassen, in dieser Zeit
Wasser und Pottasche vorsichtig miteinander verrühren.

Die restlichen Zutaten jetzt gründlich mit dem Mehl vermengen. Dann das Butter-Honig-Gemisch mit der angerührten Pottasche und der Mehlmischung verkneten, bis ein geschmeidiger dunkler und ziemlich weicher Batzen Lebkuchenteig entsteht.

Kein Mehl zugeben! Vor dem Backen, wenn der Teig sich wieder auf Zimmertemperatur erwärmt hat, werden noch zwei bis drei Handvoll Mehl durchgeknetet, aber jetzt muss der noch sehr weiche Teig zunächst einfach kühle Ruhe haben.

Den frisch gekneteten Teig also doppelt in Frischhaltefolie einwickeln und in einer zugedeckten Schüssel kühl ruhen lassen, beispielsweise auf dem Balkon oder in einem kühlen Keller.

Der Teig wird 5 mm dick ausgerollt und bei vorgeheizten ca. 170 Grad ca. 20 Minuten gebacken - er geht dick und "fluffig" auf, wie es sich für Lebkuchen gehört, ohne die Form zu verlieren. Die Bauteile und Deko-Plätzchen aber nicht zu dicht aneinander legen aufs Backpapier.

Die Bauteile für das Pfefferkuchenhaus müssen gründlich auskühlen, bevor die Einzelteile des Hauses zusammengesetzt werden. An der Luft abkühlen und aushärten lassen! Die Plätzchen sind nach einer Woche oder dreien in einer Blechdose schön weich und lecker - falls nicht, über Nacht einen durchgeschnittene Apfel mit in die verschlossene Blechdose geben.

Die Wände und das Dach vom Haus allerdings sind leichter zu verarbeiten, wenn sie hart werden dürfen.

Lebkuchen nach Traditionsrezept für vorausplanende BäckerInnen

Dienstag, 28. Oktober 2008
Wer Mitte Dezember ein Lebkuchenhäuschen nach diesem klassischen Lebkuchenrezept backen möchte, sollte sich jetzt also schon beeilen und den Teig ansetzen, um ein »geschmeidiges« Ergebnis zu erhalten.

Diese Portion reicht für ein mittelgroßes Lebkuchenhaus mit Bodenplatte und eine Tanne oder ein Lebkuchenmännchen und ein paar Sternchen zur Dekoration:

1.000 g Mehl
250 g Butter (1 Päckchen)
500 g guter Bienenhonig
500 g brauner Zucker
2 TL gemahlener Ingwer
2 TL fein gemahlener Zimt
1 TL gemahlene Nelken
1 TL Kardamom
2 gehäufte TL Pottasche
4 gehäufte TL "echter" Kakao
2 TL Hirschhornsalz
Zitronenschale von 2-3 Bio-Zitronen, gerieben
5 Eier
50 ml Rum oder gutes Kirschwasser
(oder Milch, wenn die Lebkuchen für Kinder sind)

Kakao, Pottasche und Hirschhornsalz mit dem Mehl vermengen. Zucker und Gewürze ebenfalls gründlich miteinander vermischen.

Den Honig und die Butter auf mittlerer Temperatur erwärmen, bis das Fett völlig geschmolzen ist und dann die Zuckermischung unterrühren, dabei weiter erhitzen und alles vorsichtig vermengen. Die geriebene Zitrone dazugeben und dann nach und zu der Mischung aus Kakao und Mehl geben und gut verkneten. Die Eier leicht verquirlen und ebenfalls untermischen, abschließend Rum oder Milch hinzugiessen.

Achtung: Der Teig muss zügig verarbeitet werden, sonst wird er zu einem Gummiball, der sich kaum noch kneten lässt. Die Zutaten werden so lange vermengt und miteinander verarbeitet, bis ein geschmeidiger Teigklumpen entsteht - ggf. muss mit etwas Milch oder Mehl ausgesteuert werden, wenn der Lebkuchenteig noch zu trocken oder zu matschig ist.

Einen Teigballen formen und kühl lagern. Der Teig muss ruhen - je länger, desto besser, zum Beispiel sechs bis acht Wochen in einer Porzellanschüssel mit Deckel auf dem Balkon oder im Keller. Auch die ganz Ungeduldigen sollten aber mindestens 48 Stunden warten vor dem Backen.

*

Dieser Teig eignet sich für die Herstellung von Weihnachtsbaumschmuck, Lebkuchenmännchen, Lebkuchenhäuschen und natürlich auch einfach für Lebkuchen, die »nur« gegessen werden.

Lebkuchenhaus backen:

Der Lebkuchenteig wird ca. 1cm dick ausgerollt, ausgestochen und die Lebkuchenteile dann ca. 20-25 Minuten bei 170-180 Grad gebacken - nicht zu dunkel werden lassen! Nach dem Backen auf einem Rost auskühlen lassen, und zwar mit der »schönen« Seite nach unten, damit die Platten sich nicht verbiegen.

Besonders fein und weich schmecken die fertigen Lebkuchen, wenn sie danach noch zwei bis vier Wochen in einer Blechdose nachreifen dürfen, so ein Lebkuchenhaus funktioniert allerdings besser, wenn die Platten ein bisschen hart werden durften.

Für die ganz Eiligen: Man kann die Gewürze auch durch zwei Tütchen »fertiges« Lebkuchengewürz ersetzen - nicht aber die Pottasche durch Backpulver oder Natron bitte, sonst wird nicht nur der Geschmack verfälscht, der Lebkuchenteig verdirbt auch schneller.
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Geschenkidee: Basteln und Backen zu Weihnachten, ein selbst gemachtes Pfefferkuchenhaus als Weihnachtsgeschenk, zur Dekoration oder einfach zum Aufessen.

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